Holzgeschenke ohne Plastik verpacken

Glänzendes Geschenkpapier, eine Metallic-Schleife, Zellophan und zwei Meter Klebeband – eine Verpackung, die dreißig Sekunden übersteht und dann im Restmüll landet, weil sie sich nicht recyceln lässt. Geschenke ohne Plastik verpacken bedeutet dabei keinen Verzicht. Papier mit Schnur und einer natürlichen Verzierung sieht besser aus als das meiste, was fertig verkauft wird.

Was Sie brauchen. Die Basis ist einfarbiges Papier – Packpapier, Backpapier oder auch braunes Papier aus einem Paket. Dazu eine Naturschnur oder Kordel, die Klebeband und Schleife ersetzt. Als Verzierung dient, was Sie zu Hause haben oder draußen finden: ein Tannenzweig, eine getrocknete Orangenscheibe, eine Zimtstange, ein Zapfen, ein Holzanhänger. Und schließlich ein Stück festeres Papier für das Namensschild. Eine Schere ist das einzige Werkzeug, das Sie benötigen.

Schritt für Schritt

Die ganze Methode beruht auf einer einzigen Änderung gegenüber dem üblichen Verpacken: Das Papier hält nicht durch Klebeband, sondern durch Schnur. Sobald Sie das verinnerlicht haben, geht der Rest von selbst, und das Ergebnis sieht deutlich besser aus.

1. Papier abmessen

Legen Sie das Geschenk in die Mitte des Papiers und messen Sie die Breite so ab, dass sich die Ränder um etwa drei Zentimeter überlappen. Überschüssiges Papier schneiden Sie ab – zu viel Papier lässt sich schlecht falten und das Ergebnis wirkt aufgebläht.

Bei flachen Gegenständen wie einem Brett oder Notizbuch kommen Sie mit wenig aus. Bei unregelmäßigen Formen, etwa einem Kerzenhalter oder einer Laterne, ist es einfacher, das Geschenk zuerst in eine Schachtel zu legen und erst diese zu verpacken.

2. Ohne Klebeband einpacken

Legen Sie die längeren Seiten übereinander und halten Sie sie mit dem Finger fest. Falten Sie die Seitenteile wie bei einem Briefumschlag nach innen und dann nach oben. Das Papier hält vorerst nur durch Druck – das ist in Ordnung, gleich sichert es die Schnur.

Fahren Sie die Kanten mit dem Fingernagel oder der Scherenkante nach. Ein scharfer, sauberer Falz ist das Einzige, was ein sorgfältig verpacktes Geschenk von einem nachlässigen unterscheidet – und er kostet keine Zeit.

3. Mit Schnur zubinden

Wickeln Sie die Schnur über Kreuz um das Päckchen und ziehen Sie sie fest. Den Knoten machen Sie oben, wo ihn später die Verzierung verdeckt. Naturkordel hält zuverlässiger als dünnes Geschenkband und rutscht nicht.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann das Papier unter der Schnur mit einem kleinen Stück Papierklebeband fixieren. Dieses wird – anders als herkömmliches durchsichtiges Klebeband – zusammen mit dem Papier recycelt.

4. Eine Verzierung hinzufügen

Stecken Sie einen Tannenzweig, eine getrocknete Orangenscheibe, eine Zimtstange oder einen Holzanhänger unter die Schnur. Bleiben Sie bei ein bis zwei Elementen – mehr wirkt überladen und widerspricht der Schlichtheit des ganzen Ansatzes.

Ein Holzanhänger hat gegenüber Naturmaterialien den Vorteil, dass er weiterverwendet werden kann. Der Beschenkte hängt ihn an den Weihnachtsbaum und hat so ein zweites kleines Geschenk. Das funktioniert besser als jede Schleife.

5. Namensschild befestigen

Fädeln Sie das Kärtchen mit dem Namen auf die Schnur oder stecken Sie es unter den Knoten. Schreiben Sie den Namen von Hand – ein handgeschriebenes Namensschild ist ein Detail, an das sich die Menschen erinnern, selbst wenn sie vergessen, was im Päckchen war.

Statt eines Kärtchens können Sie auch eine Grußkarte aus Holz verwenden, die Weihnachten übersteht und nicht mit dem Papier im Müll verschwindet.

Tipp für getrocknete Orangenscheiben: Schneiden Sie eine Orange in etwa einen halben Zentimeter dicke Scheiben, tupfen Sie sie mit Küchenpapier trocken und legen Sie sie auf ein Backblech. Trocknen Sie sie mehrere Stunden bei niedrigster Temperatur im Ofen mit leicht geöffneter Tür und wenden Sie sie gelegentlich. Die fertigen Scheiben sind fest und kleben nicht. Sie halten mehrere Saisons und eignen sich außer zum Verpacken auch für den Baum oder die Laterne.

Womit Sie die üblichen Materialien ersetzen

Das meiste, was als weihnachtliches Verpackungssortiment verkauft wird, enthält Plastik – manchmal sichtbar, manchmal als dünne Schicht auf dem Papier. Die folgende Übersicht zeigt, womit sich übliche Materialien ersetzen lassen.

Statt Verwenden Sie Warum
Glänzendes Geschenkpapier Einfarbiges Papier oder Backpapier Recycelbar, passt farblich zu Holz
Klebeband Schnur oder Kordel Hält besser und dient als Verzierung
Künstliche Schleife Naturmaterial oder Holzanhänger Wiederverwendbar
Zellophan Holzschachtel Bleibt dem Beschenkten von Nutzen
Namensschild aus Plastik Papierkärtchen oder Grußkarte aus Holz Handgeschriebener Text hat mehr Gewicht
Füllmaterial aus Styropor Zerknülltes Papier oder Hobelspäne Schützt genauso und gehört ins Altpapier

Vorsicht bei Papieren, die nur wie Papier aussehen. Glänzende, metallische und laminierte Geschenkpapiere haben eine Kunststoff- oder Folienschicht und gehören nicht ins Altpapier, auch wenn sie so aussehen. Ein einfacher Test: Knüllen Sie ein Stück in der Hand zusammen. Bleibt es zerknüllt, handelt es sich wahrscheinlich um reines Papier. Entfaltet es sich wieder, enthält es Kunststoff. Papier mit Glitzer gehört nicht ins Altpapier. Der Test ist aber nur ein Anhaltspunkt – die Trennregeln unterscheiden sich je nach Gemeinde, im Zweifel richten Sie sich nach den Vorgaben Ihrer Müllabfuhr.

So verpacken Sie bestimmte Formen

Brett und Notizbuch. Der einfachste Fall. Einen flachen Gegenstand wickeln Sie wie ein Buch in Papier, binden ihn über Kreuz mit Schnur zu und fügen eine Verzierung hinzu. Nehmen Sie lieber weniger Papier – zu viel bläht sich bei flachen Formen auf und das Ergebnis verliert seine scharfen Kanten.

Schmuck. Eine eigene Schachtel oder ein Säckchen ist bei Schmuck fast unverzichtbar, denn ein kleiner Gegenstand geht im Papier verloren und wird leicht beschädigt. Am besten eignet sich eine Holzschachtel, in der der Schmuck auch nach den Feiertagen aufbewahrt werden kann.

Schale oder Kerzenhalter. Unregelmäßige und zerbrechlichere Formen brauchen Füllmaterial. Zerknülltes Papier oder Holzspäne funktionieren genauso gut wie Styroporkügelchen, lassen sich aber im Altpapier oder Kompost entsorgen.

Mehrere Kleinigkeiten zusammen. Statt jede einzeln zu verpacken, ordnen Sie sie in einer mit Papier oder Stoff ausgelegten Kiste an. Das wirkt durchdachter als ein Haufen kleiner Päckchen, und die Kiste lässt sich weiter nutzen.

Wenn Sie gar nicht verpacken möchten

Die nachhaltigste Verpackung ist die, die es nicht gibt. Bei Holzgeschenken geht das leichter als bei allem anderen, denn das Produkt selbst ist schön und muss nicht versteckt werden.

Eine Geschenkschachtel aus Holz ist dafür die eleganteste Lösung. Sie dient als Verpackung, ist Teil des Geschenks und bleibt dem Beschenkten für Kleinigkeiten, Schmuck oder Büromaterial. Es genügt, sie mit Schnur zuzubinden und ein Namensschild hinzuzufügen.

Die zweite Möglichkeit ist eine Stoffverpackung – ein Tuch, ein Geschirrtuch oder ein Stück Leinen, gebunden nach der japanischen Furoshiki-Technik. Der Stoff ist zugleich Geschenk und unbegrenzt wiederverwendbar. Gerade bei größeren Geschenken funktioniert das hervorragend.

Was sich zum Verpacken eignet

Ovale Holzschachtel mit Pferd, Massivholz, 10 cm, tschechisches Produkt

Geschenkschachteln aus Holz

Eine Verpackung, die dem Beschenkten von Nutzen bleibt.

Doppelter Holzanhänger mit Messingherz, 5 cm, tschechisches Produkt

Kleine Anhänger und Dekorationen

Ersetzen die Schleife und sind ein zweites kleines Geschenk.

Grußkarte aus Holz zum Geburtstag, blau, 15 cm, ohne Text, tschechisches Produkt

Grußkarten aus Holz

Statt Papierkärtchen – übersteht Weihnachten.

Wie viel Zeit es kostet

Der häufigste Einwand gegen plastikfreies Verpacken lautet, dass es länger dauert. Ungeübten dauert das erste Päckchen vielleicht fünf Minuten, das fünfte zwei – und damit etwa so lange wie mit Klebeband, nur ohne die Suche nach dem Rollenanfang.

Was wirklich Zeit kostet, ist die Vorbereitung der Verzierungen. Orangen zu trocknen ist eine Sache von einem Nachmittag, aber die Scheiben halten mehrere Saisons – das macht man also nur alle paar Jahre. Tannenzweige und Zapfen sammeln Sie bei einem Spaziergang.

Ich empfehle, alles vorab an einem Ort bereitzulegen – Papier, Schnur, Schere, Verzierungen, Kärtchen – und alles in einem Durchgang beim Film zu verpacken. Einzeln zwischen anderen Pflichten zu verpacken ist das, was den ganzen Prozess in die Länge zieht.

Häufige Fragen

Ist klassisches Geschenkpapier recycelbar?

Das hängt von der Ausführung ab. Reines Papier ist recycelbar, glänzende, metallische und laminierte Papiere haben jedoch eine Kunststoffschicht und gehören nicht ins Altpapier. Einfacher Test: Knüllen Sie das Papier in der Hand. Bleibt es zerknüllt, ist es reines Papier. Entfaltet es sich wieder, enthält es Kunststoff.

Womit ersetze ich Klebeband?

Der einfachste Ersatz ist eine Schnur oder Kordel, die über Kreuz um das Päckchen gewickelt wird. Sie hält zuverlässig und dient gleichzeitig als Verzierung. Wenn Sie doch Klebeband brauchen, gibt es Papierklebeband, das zusammen mit dem Papier recycelt wird.

Wie trockne ich Orangenscheiben als Verzierung?

Schneiden Sie die Orange in etwa einen halben Zentimeter dicke Scheiben, tupfen Sie sie mit Küchenpapier trocken und legen Sie sie auf ein Backblech. Trocknen Sie sie mehrere Stunden bei niedrigster Temperatur im Ofen mit leicht geöffneter Tür und wenden Sie sie gelegentlich. Die fertigen Scheiben sind fest und kleben nicht.

Muss ein Geschenk in einer Holzschachtel noch verpackt werden?

Nein, und oft ist es besser, wenn nicht. Die Holzschachtel ist selbst Teil des Geschenks, zusätzliche Verpackung versteckt sie nur. Binden Sie sie einfach mit Schnur zu und fügen Sie ein Namensschild hinzu – und die Schachtel bleibt dem Beschenkten zur weiteren Verwendung.

Wie verpacke ich eine unregelmäßige Form?

Legen Sie sie zuerst in eine Schachtel und verpacken Sie erst diese. Der Versuch, einen Kerzenhalter oder eine Laterne in Papier zu wickeln, endet meist zerknittert. Die andere Möglichkeit ist eine Stoffverpackung, die sich der Form von selbst anpasst.

Was aus dem Sortiment von AMADEA eignet sich zum Verpacken?

Vor allem Geschenkschachteln aus Holz, kleine Anhänger als Ersatz für die Schleife und Grußkarten aus Holz statt Papierkärtchen. Alles fertigen wir in Handarbeit aus tschechischem Holz in einer Behindertenwerkstatt.

🌳 Eine Verpackung, die nicht weggeworfen wird. Holzschachteln, Anhänger und Grußkarten aus einer tschechischen Behindertenwerkstatt – Verpackung, die Teil des Geschenks ist.

Geschenkschachteln ansehen

Autor: Martin Portych – Fachmann für Holzprodukte, Geschenkberatung und Shop-Inhalte

Redaktionelle Grundsätze: Die Inhalte beruhen auf der Praxis des Shops AMADEA, den realen Bedürfnissen der Kundinnen und Kunden und dem Anspruch auf verständliche, nützliche und verlässliche Informationen.

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