Die Weihnachtskiste öffnen und darin abgestoßenen Baumschmuck, eine zerbrochene Krippenfigur und einen wachsverklebten Kerzenhalter finden – das kennt fast jeder. Dabei ist es nur eine Frage einer zusätzlichen Stunde, Weihnachtsdekoration richtig aufzubewahren. Es lohnt sich, denn Holzdekoration soll Jahrzehnte halten, nicht nur ein paar Saisons.
Was Sie brauchen. Kartons mit festen Wänden, idealerweise mit Unterteilungen, oder einfache Kartons und genug Papier zum Zwischenlegen. Außerdem ein weiches Tuch zum Abwischen, Etiketten oder einen Stift und für Kerzenhalter eine Plastikkarte zum Entfernen von Wachs. Nichts davon müssen Sie kaufen – Papier von der Weihnachtsverpackung und Kartons von Bestellungen haben schon oft gute Dienste geleistet. Rechnen Sie je nach Menge der Dekoration mit etwa ein bis zwei Stunden.
Schritt für Schritt
1. Sortieren und aussortieren
Bevor Sie irgendetwas einpacken, gehen Sie alles durch und teilen es in drei Stapel: aufbewahren, reparieren, weg. Zum dritten gehören beschädigte Stücke und auch die, die Sie dieses Jahr gar nicht hervorgeholt haben – und das ist meist ein überraschend großer Teil.
Dinge aufzubewahren, die Sie nächstes Jahr wieder nicht benutzen, ist sinnlos. Sie nehmen Platz weg, erschweren die Suche und landen ohnehin wieder in der Kiste. Holzdekorationen in gutem Zustand lassen sich weiterverschenken – an Kindergärten, Seniorenheime oder Wohltätigkeitsbasare.
2. Die Oberfläche reinigen
Wischen Sie alles mit einem trockenen Tuch ab. Staub, der zehn Monate in der Kiste liegt, lässt sich später schwerer entfernen und kann sich bei Holz in die Oberfläche einbrennen.
Entfernen Sie Wachsreste von Kerzenhaltern. Lassen Sie das Wachs vollständig erstarren und lösen Sie es dann mit einer Plastikkarte oder einem Holzspatel ab – kratzen Sie nie mit Metall und versuchen Sie nicht, es mit heißem Wasser zu schmelzen. Warmes Wachs dringt tiefer in die Fasern ein.
Entfernen Sie Tannennadeln und brüchige Schnurreste vom Baumschmuck. Haken und Bänder, die Sie wiederverwenden möchten, kommen in einen eigenen Beutel – so müssen Sie sie im nächsten Dezember nicht suchen.
3. Alles trocknen lassen
Der Schritt, der am häufigsten übersprungen wird und doch der wichtigste ist. Legen Sie die Dekorationen einen Tag lang locker auf dem Tisch oder Boden aus, bevor Sie sie in den Karton packen.
Das gilt besonders für Dinge, die draußen waren – Laternen vom Eingang, Pflanzkästen, Fensterdekorationen, an denen sich Kondenswasser bildet. Ein feuchtes Stück in einen geschlossenen Karton zu packen bedeutet Schimmel, den Sie erst nach elf Monaten entdecken, wenn nichts mehr zu machen ist.
4. Mit Zwischenlagen verpacken
Holzschmuck ist robuster als Glasschmuck, reibt aber aneinander, und dünne geschnitzte Details können abbrechen. Bewahren Sie ihn daher in Kartons mit Unterteilungen auf oder legen Sie Papier dazwischen – normales Papier genügt, es muss kein Seidenpapier sein.
Schwerere Stücke gehören nach unten, zerbrechliche nach oben. Füllen Sie den Karton nicht ganz bis zum Rand, lassen Sie ihn aber auch nicht halb leer – freier Raum bedeutet, dass der Inhalt beim Tragen verrutscht.
Die Krippe verdient eine besondere Behandlung. Wickeln Sie jede Figur einzeln ein und stellen Sie sie stehend nebeneinander, nicht übereinander gestapelt. Am empfindlichsten sind dünne Teile – Hände, Stäbe, Tierohren. Wenn Sie die Originalschachtel mit Formeinlage haben, verwenden Sie sie.
5. Beschriften und einlagern
Beschriften Sie jeden Karton mit seinem Inhalt, nicht nur mit dem Wort „Weihnachten“. Den Unterschied zwischen dem Etikett „Weihnachten 3“ und „Baumschmuck und Ketten“ merken Sie im nächsten Dezember, wenn Sie einen bestimmten Gegenstand suchen und dafür vier Kartons öffnen.
Bewährt hat sich auch, einen Zettel mit Notizen in den Karton zu legen: Was hat dieses Jahr gefehlt, was war überflüssig, was sollte außerhalb der Saison gekauft werden. In elf Monaten werden Sie sich nicht daran erinnern.
Ein Tipp, der sich lohnt: Fotografieren Sie die fertige Weihnachtsdekoration, bevor Sie mit dem Abbau beginnen – Baum, Tisch, Fenster, Eingang. Im nächsten Jahr müssen Sie sich nichts Neues ausdenken und wissen genau, was wohin gehörte und wie viel Sie wovon gebraucht haben. Zwei Minuten Arbeit, die eine Stunde Nachdenken ersparen.
Wo Sie die Dekoration aufbewahren
Das entscheidet mehr über die Lebensdauer als das Verpacken selbst. Holz braucht einen trockenen Ort mit stabiler Temperatur – einen Schrank in der Wohnung, eine Abstellkammer, einen beheizten Dachboden oder Einbauschränke.
Was Sie meiden sollten: einen unbeheizten Dachboden, wo die Temperatur im Sommer stark steigt und im Winter unter null fällt, und einen feuchten Keller. Gerade der Wechsel von Temperatur und Feuchtigkeit belastet Holz am meisten – mehr als Wärme oder Kälte allein. Ausführlicher haben wir das in unserem Artikel erläutert, warum Holz reißt.
Verwenden Sie keine Plastiktüten und keine luftdichten Boxen. Darin hält sich Feuchtigkeit, und das Holz kann nicht atmen. Papier- oder Pappkartons sind die bessere Wahl.
Fünf Fehler, die Dekorationen ruinieren. Feuchte oder nicht ganz getrocknete Stücke einlagern – Schimmel bildet sich innerhalb weniger Wochen. Plastiktüten und luftdichte Boxen verwenden, in denen sich Feuchtigkeit hält. Auf einem unbeheizten Dachboden oder in einem feuchten Keller mit schwankender Temperatur lagern. Baumschmuck lose übereinander in einen Karton schütten, ohne Zwischenlage. Und Wachs auf Kerzenhaltern lassen, das innerhalb eines Jahres so hart wird, dass es sich nur noch unter Beschädigung der Oberfläche entfernen lässt.
Nach Art der Dekoration
| Art | Vor dem Einlagern | Wie verpacken |
|---|---|---|
| Holzschmuck | Abwischen, Haken entfernen | Karton mit Unterteilungen oder Papier |
| Krippe | Jede Figur abwischen | Einzeln, stehend nebeneinander |
| Kerzenhalter | Wachs entfernen | Mit Papier dazwischen, stehend |
| Laternen | Trocknen lassen, Glas reinigen | Einzeln, nicht übereinander |
| Kranz | Vertrocknete Naturmaterialien entfernen | Liegend in einem flachen Karton |
| Pflanzkästen für draußen | Leeren, trocknen, ölen | Unter ein Dach, nicht in einen Karton |
Ein System, das sich lohnt
Wer mehr Weihnachtsdekoration hat, wird eine Aufteilung der Kartons nach Verwendungsort statt nach Gegenstandsart zu schätzen wissen. Also Kartons „Baum“, „Tisch“, „Fenster und Türen“, „draußen“ – statt „Schmuck“, „Kerzenhalter“, „Textilien“.
Der Grund ist praktisch. Dekoriert wird ohnehin Raum für Raum und in Etappen, nicht alles auf einmal. Wenn Sie den Karton „Tisch“ öffnen, haben Sie alles Nötige darin und müssen nicht in vier anderen suchen.
Ein zweites bewährtes Vorgehen ist, Dinge zusammen aufzubewahren, die in derselben Phase des Advents gebraucht werden. Kranz, Kerzenhalter und die ersten Kerzen in einen Karton, weil sie am ersten Adventssonntag hervorgeholt werden. Baumschmuck und Krippe in einen zweiten, weil sie später an die Reihe kommen.
Wann eigentlich abbauen
Traditionell blieb die Dekoration bis zum 6. Januar stehen, also bis zum Dreikönigstag, an dem nach Volksbrauch die Weihnachtszeit endet. Viele Haushalte bauen sie heute früher ab, gleich nach Neujahr.
Das ist keine Frage einer Regel, sondern der Gewohnheit. Der Baum richtet sich ohnehin eher danach, wie lange er frisch bleibt – und ein geschlagener Baum in einer überheizten Wohnung beginnt zu nadeln, bevor die Heiligen Drei Könige kommen.
Praktischer ist es, in zwei Etappen aufzuräumen. Zuerst den Baum und alles, was austrocknet oder nadelt, dann den Rest in Ruhe im Laufe des Januars. Ein aufgeteiltes Aufräumen ist erträglicher als ein langer Nachmittag.
Bevor Sie die Kartons schließen
Eine letzte Sache, die sich lohnt und die fast niemand macht: Behandeln Sie Holzstücke noch vor dem Einlagern mit Öl, nicht erst beim Hervorholen. Holz, das elf Monate mit einer Schutzschicht im Karton verbringt, verträgt Feuchtigkeitsschwankungen deutlich besser als ausgetrocknetes.
Das betrifft vor allem Kerzenhalter, Laternen und größere Dekorationen. Bei kleinem Baumschmuck ist es nicht nötig, dort genügt es, den Staub abzuwischen.
Und wenn Sie während der Saison festgestellt haben, dass Ihnen etwas gefehlt hat – ein zusätzlicher Kerzenhalter, ein paar Anhänger zum Ergänzen, ein neues Namensschild –, notieren Sie es. Außerhalb der Saison einzukaufen ist entspannter, günstiger, und die Auswahl ist oft größer als im Dezembertrubel.
Was sich zur Aufbewahrung eignet
Häufige Fragen
Wann wird die Weihnachtsdekoration abgebaut?
Traditionell blieb die Dekoration bis zum 6. Januar stehen, also bis zum Dreikönigstag, an dem nach Volksbrauch die Weihnachtszeit endet. Viele Haushalte bauen sie heute früher ab, gleich nach Neujahr. Das ist keine Frage einer Regel, sondern der Gewohnheit.
Wo sollte man Weihnachtsdekoration aufbewahren?
An einem trockenen Ort mit stabiler Temperatur – Schrank in der Wohnung, Abstellkammer oder beheizter Dachboden. Ein unbeheizter Dachboden oder feuchter Keller tut Holz nicht gut, weil die Temperatur dort im Sommer stark steigt und im Winter unter null fällt. Gerade dieser Wechsel belastet Holz am meisten.
Worin sollte man Baumschmuck verpacken?
Am besten in Kartons mit Unterteilungen oder in Kartons, in denen der Schmuck mit Papier dazwischen liegt. Vermeiden Sie Plastiktüten, in denen sich Feuchtigkeit hält. Holzschmuck ist robuster als Glasschmuck, reibt aber aneinander, und dünne Details können abbrechen.
Wie bewahre ich eine Krippe auf, damit nichts abbricht?
Wickeln Sie jede Figur einzeln in Papier und stellen Sie sie stehend nebeneinander, nicht übereinander gestapelt. Am empfindlichsten sind dünne Teile – Hände, Stäbe, Tierohren. Wenn Sie die Originalschachtel mit Formeinlage haben, verwenden Sie sie.
Was tun mit Dekorationen, die ich nicht mehr möchte?
Dekorationen in gutem Zustand lassen sich weiterverschenken – an Kindergärten, Seniorenheime oder Wohltätigkeitsbasare. Bei beschädigten Stücken richten Sie sich nach den Regeln Ihrer Gemeinde: Die Bedingungen für Holz in der Biotonne sind unterschiedlich, und lackiertes, verleimtes oder geöltes Holz gehört meist nicht hinein. Verbrennen Sie Holz mit Lack, Leim oder Metallteilen nicht zu Hause – dabei entstehen Schadstoffe. Der sicherste Weg ist der Wertstoffhof.
Was aus dem Sortiment von AMADEA eignet sich zur Aufbewahrung?
Gut geeignet sind Holzkisten und Boxen, die im Gegensatz zu Plastik atmen, und Geschenkschachteln für kleinen Baumschmuck. Für die Oberflächenbehandlung vor dem Einlagern eignen sich Öle aus der Zubehör-Kategorie.
🌳 Damit alles bis zum nächsten Weihnachtsfest hält. Kisten, Schachteln und Pflegemittel – handgefertigt aus tschechischem Holz.
Zu Dekorationen und AccessoiresAutor: Martin Portych – Fachmann für Holzprodukte, Geschenkberatung und Shop-Inhalte
Redaktionelle Grundsätze: Die Inhalte beruhen auf der Praxis des Shops AMADEA, den realen Bedürfnissen der Kundinnen und Kunden und dem Anspruch auf verständliche, nützliche und verlässliche Informationen.


